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GLP-1 zum Abnehmen: Wie die «Abnehmspritzen» wirken – und für wen sie in der Schweiz infrage kommen

GLP-1 zum Abnehmen: Wie die «Abnehmspritzen» wirken – und für wen sie in der Schweiz infrage kommen

GLP-1-Medikamente ahmen ein körpereigenes Darmhormon nach, dämpfen Appetit und «Food Noise» und verlangsamen die Magenentleerung. In Studien führten sie zu deutlichem Gewichtsverlust – aber nur als Teil eines Plans mit Ernährung, Bewegung und ärztlicher Begleitung. Sie sind verschreibungspflichtig; ob sie für dich passen, klärt eine ärztliche Abklärung.

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Ion Haab

Co-Founder & CEO

Published in Weight Loss
11 min Lesezeit · Jul 06, 2026

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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in 3 Punkten

  • GLP-1 ist kein «Abnehm-Wunder», sondern ein medizinisches Werkzeug bei Adipositas und starkem Übergewicht – mit echtem Nutzen und echten Nebenwirkungen.
  • In der Schweiz sind diese Medikamente rezeptpflichtig; die Krankenkasse zahlt nur unter strengen Bedingungen (Stand 2026).
  • Der erste Schritt ist nicht «kaufen», sondern herauszufinden, ob eine begleitete Behandlung für dich sinnvoll ist.

Wer schon einmal ernsthaft versucht hat abzunehmen, kennt das Gefühl: Du isst bewusster, bewegst dich mehr – und trotzdem zieht der Körper irgendwann wieder in die alte Richtung. Das ist kein Zeichen von fehlendem Willen. Gewicht zu halten ist zu einem grossen Teil Biologie: Hormone, Hunger, Stoffwechsel.

Genau hier setzen GLP-1-Medikamente an – jene «Abnehmspritzen», über die seit Monaten alle reden. Dieser Artikel erklärt, wie sie wirken, für wen sie gedacht sind, welche Risiken dazugehören und was in der Schweiz konkret gilt – inklusive Kosten und Krankenkasse. So kannst du selbst einschätzen, ob sich eine ärztliche Abklärung für dich lohnt.

Was sind GLP-1-Medikamente – die Wirkstoffklasse hinter den «Abnehmspritzen»?

GLP-1 steht für «Glucagon-like peptide-1», ein Hormon, das dein Darm nach dem Essen ausschüttet. GLP-1-Medikamente sind Wirkstoffe, die dieses Hormon nachahmen. Fachlich heissen sie GLP-1-Rezeptor-Agonisten.

Innerhalb dieser Klasse gibt es verschiedene Wirkstoffe: Manche wirken nur am GLP-1-Rezeptor (Wirkstoff Semaglutid), andere zusätzlich an einem zweiten Rezeptor namens GIP (Wirkstoff Tirzepatid), was die Wirkung verstärken kann. Die meisten werden gespritzt.

Alle diese Wirkstoffe sind verschreibungspflichtig [7]. Es geht hier um Aufklärung über die Wirkstoffklasse, nicht um Produktwerbung – welcher Wirkstoff (wenn überhaupt) geeignet ist, entscheidet immer eine Ärztin oder ein Arzt nach einer Abklärung, nie ein Onlineshop.

Eine medizinische Behandlung zu nutzen ist kein Schummeln. Adipositas ist eine anerkannte chronische Erkrankung. Sich dabei ärztlich helfen zu lassen ist so wenig «schummeln» wie eine Brille beim Sehen.

Wie wirken GLP-1-Medikamente im Körper?

Stell dir GLP-1 wie einen Dolmetscher zwischen Darm und Gehirn vor: Es übersetzt «Ich habe gegessen» in «Du bist satt» – und zwar früher und deutlicher als sonst.

Konkret greifen die Wirkstoffe an drei Stellen an:

  • Appetit-Regulation: Sie wirken auf Hirnregionen, die Hunger und Belohnung steuern. Das senkt den Appetit und dämpft das, was viele «Food Noise» nennen – das ständige gedankliche Kreisen ums Essen.
  • Langsamere Magenentleerung: Das Essen bleibt länger im Magen, du fühlst dich länger satt.
  • Bessere Insulinwirkung: Sie regen die Bauchspeicheldrüse an, bei hohem Blutzucker mehr Insulin auszuschütten – ursprünglich der Grund, warum diese Wirkstoffe für Typ-2-Diabetes entwickelt wurden.

Die erste menschliche Studie, die GLP-1 als wirksames «Sättigungs-Hormon» beschrieb, stammt schon aus dem Jahr 1987 (Kreymann et al., The Lancet) [1]. Für die Entdeckung und Entwicklung dieser Wirkstoffklasse erhielten die beteiligten Forschenden 2024 den renommierten Lasker~DeBakey-Preis. Das ist keine Modeerscheinung, sondern fast vier Jahrzehnte Forschung.

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Was heisst das im Alltag – und muss ich mich selbst spritzen?

Viele Menschen beschreiben unter einer GLP-1-Behandlung:

  • weniger Hunger und früheres Sättigungsgefühl,
  • weniger Heisshunger und Gelüste,
  • ein leiseres «Food Noise» (das ständige gedankliche Kreisen ums Essen lässt nach),
  • dadurch kleinere Portionen, ohne sich ständig zu kasteien.

Genau das ist der Punkt, den ein FMH-Arzt aus der Sprechstunde oft betont: «Das Medikament nimmt nicht das Gewicht weg. Es macht es leichter, die Ernährung umzustellen – und die Veränderung der Ernährung bewirkt am Ende den Gewichtsverlust.» (illustratives Zitat – vor Publikation durch eine:n care-Ärzt:in bestätigen lassen.)

Und die Spritze? Die meisten dieser Wirkstoffe werden einmal pro Woche unter die Haut gespritzt – mit einem dünnen, vorgefüllten Pen, meist in Bauch oder Oberschenkel. Die Nadel ist sehr fein; viele empfinden es nach kurzer Anleitung als unkompliziert.

Wie fühlen sich die ersten Wochen an? Die Dosis wird bewusst niedrig begonnen und langsam gesteigert, damit sich der Körper gewöhnt. In dieser Anfangszeit sind leichte Magen-Darm-Beschwerden am häufigsten (siehe Kapitel 7); die Gewichtsreduktion ist anfangs meist langsam – das ist normal und gewollt.

Für wen kommt eine GLP-1-Behandlung infrage – und für wen nicht?

In der Schweiz ist eine GLP-1-Behandlung zur Gewichtsregulation (Wirkstoff Semaglutid) von Swissmedic zugelassen für Erwachsene mit Adipositas (Body-Mass-Index ab 30) oder mit starkem Übergewicht (BMI ab 27) und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung wie Bluthochdruck, Prädiabetes, Typ-2-Diabetes oder Schlafapnoe. Auch der Wirkstoff Tirzepatid ist in der Schweiz zugelassen – Bedingungen und Kassenübernahme unterscheiden sich jedoch (mehr in Kapitel 9).

Entscheidend: Diese Medikamente sind nicht dafür gedacht, «schnell ein paar Kilo» zu verlieren. Sie sind für Menschen, deren Gewicht ihre Gesundheit belastet – und sie sind auf eine längerfristige, ärztlich begleitete Behandlung ausgelegt, nicht auf eine Kur über ein paar Wochen.

Ob du persönlich geeignet bist, hängt von deinem BMI, deinen Begleiterkrankungen, deiner Krankengeschichte und deinen bisherigen Versuchen ab. Das lässt sich nicht im Internet klären, sondern nur ärztlich. Wenn du unsicher bist, ob sich dieser Weg für dich lohnt, kannst du das mit unserem kurzen Eignungs-Check in ein paar Minuten einordnen – unverbindlich.

Wie viel kann man realistisch abnehmen?

Das ist sehr individuell und hängt von Genetik, Ansprechen, Dosis und vor allem den Lebensstil-Änderungen ab. Was die Forschung zeigt:

  • In der STEP-1-Studie verloren Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas unter Semaglutid 2,4 mg über 68 Wochen im Schnitt rund 15% ihres Körpergewichts – deutlich mehr als die rund 2–3% in der Placebo-Gruppe (Wilding et al., NEJM 2021) [2].
  • In der SURMOUNT-1-Studie mit Tirzepatid waren es in der höchsten Dosis über 72 Wochen im Mittel bis zu rund 21% (Jastreboff et al., NEJM 2022) [3].

Zwei wichtige Einordnungen: Erstens sind das Studienergebnisse, keine Garantie für den Einzelfall. Zweitens – und das wird gern überlesen – erhielten die Teilnehmenden in diesen Studien immer auch eine Beratung zu Ernährung und Bewegung. Das Medikament war nie allein, sondern Teil eines Plans.

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Nutzen über das Abnehmen hinaus

Spannend für die Prävention: Der Nutzen scheint über die Waage hinauszugehen.

  • Herz-Kreislauf: In der SELECT-Studie mit über 17’000 Erwachsenen mit Adipositas, aber ohne Diabetes, sank das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse unter Semaglutid um rund 20% (Lincoff et al., NEJM 2023) [4].
  • Nieren: Die FLOW-Studie wurde wegen klarer Wirksamkeit vorzeitig gestoppt – sie zeigte bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung eine rund 24% geringere Progression von Nierenschäden und kardiovaskulärer Sterblichkeit (NEJM 2024) [5].
  • Leber: Bei der Fettleber-Erkrankung MASH deuten Daten (ESSENCE-Programm) auf eine Verbesserung hin [6]. (Genaue Zahlen und Publikationsdetails vor Veröffentlichung verifizieren.)

Das passt zu einem Gedanken, der uns bei care wichtig ist: Gewicht ist selten ein isoliertes Thema. Es hängt mit Herz, Stoffwechsel und Gefässen zusammen – und genau deshalb gehört eine Gewichtsbehandlung in einen grösseren Gesundheits-Kontext, nicht auf die Waage allein.

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Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

Wie jedes wirksame Medikament haben GLP-1-Wirkstoffe Nebenwirkungen. Die häufigsten sind Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung. Sie sind meist mild bis mässig und bessern sich oft, wenn sich der Körper an die Dosis gewöhnt – die Dosis wird genau deshalb langsam gesteigert.

Seltener, aber ernst zu nehmen sind unter anderem Probleme mit der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder der Gallenblase. Auch ein möglicher Verlust von Muskelmasse beim Abnehmen gehört dazu (mehr in Kapitel 10). Wer gleichzeitig andere Diabetes-Medikamente (z. B. Insulin oder Sulfonylharnstoffe) nimmt, hat zudem ein höheres Risiko für Unterzucker – ein weiterer Grund für ärztliche Begleitung.

Deshalb gilt: Nutzen und Risiken gehören gegeneinander abgewogen – und das ist eine ärztliche Aufgabe, keine, die man allein übers Smartphone löst.

Für wen ist GLP-1 nicht geeignet?

Es gibt Situationen, in denen diese Medikamente nicht empfohlen werden – zum Beispiel bei:

  • persönlicher oder familiärer Vorgeschichte bestimmter Schilddrüsenkarzinome (medulläres Schilddrüsenkarzinom) bzw. MEN-2-Syndrom,
  • früherer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis),
  • bekannter Allergie gegen den Wirkstoff,
  • Schwangerschaft oder Stillzeit.

Apropos Kinderwunsch: Wer schwanger werden möchte, sollte die Behandlung rechtzeitig vorher mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen und planmässig pausieren.

Diese Liste ist nicht vollständig. Welche Faktoren in deinem Fall zählen, klärt sich in der ärztlichen Abklärung mit deiner vollständigen Krankengeschichte.

Was kostet das in der Schweiz – und was steckt im Preis?

Hier wird es konkret schweizerisch – und das ist der Teil, den internationale Ratgeber meist auslassen.

Zuerst zur Krankenkasse. Seit dem 1. März 2024 kann die obligatorische Grundversicherung eine GLP-1-Behandlung zur Gewichtsregulation übernehmen – allerdings nur unter strengen Bedingungen (sogenannte Limitatio des Bundesamts für Gesundheit) [8]. Stand 2026 gilt insbesondere:

  • BMI ab 35, oder BMI über 27 bis 35 zusammen mit einer gewichtsbedingten Erkrankung (z. B. Bluthochdruck, Prädiabetes, Typ-2-Diabetes, Schlafapnoe).
  • Verschreibung durch eine Fachperson für Endokrinologie/Diabetologie oder ein spezialisiertes Adipositas-Zentrum.
  • Dokumentierte Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.
  • Fortgesetzte Übernahme nur, wenn nach 4 und 10 Monaten ein gewisser Fortschritt erreicht und danach gehalten wird.

Ob die Kasse in deinem Fall zahlt, hängt also von engen Kriterien ab und ist nicht automatisch gegeben. Das klärt sich in der ärztlichen Abklärung.

Das care Abnehmprogramm ist davon unabhängig und eine Selbstzahler-Leistung – es wird aktuell nicht von der Krankenkasse übernommen. Der oben beschriebene Kassen-Weg läuft nur über spezialisierte Endokrinologie- bzw. Adipositas-Zentren und ist ein anderer Pfad. Bei care zahlst du dein Programm also selbst – dafür bekommst du ein komplettes, ärztlich geführtes Setting.

Und was steckt im Preis bei care? Bei care bekommst du nicht einfach ein Medikament, sondern ein komplettes, ärztlich geführtes Programm. Denn das Setting rund um das Medikament ist für Sicherheit und Erfolg genauso entscheidend wie der Wirkstoff selbst. Dazu gehört:

  • Abnehm Check-up zu Beginn – eine Standortbestimmung (Bluttest, Muskel-Fett-Analyse, Blutdruck), die zeigt, wo du gesundheitlich stehst. Diese Baseline ist die Grundlage für eine sichere, medizinisch sauber geführte Behandlung.
  • Ausführlicher Fragebogen zu deiner gesamten Krankengeschichte und deinem Lebensstil.
  • Monatliche Muskel-Fett-Analyse – du siehst nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern deine Körperzusammensetzung: wie viel Fett du verlierst und – mindestens so wichtig – wie viel Muskelmasse du dabei hältst. Genau das ist beim Abnehmen mit GLP-1 ein zentraler Knackpunkt (siehe Kapitel 10): Gewicht zu verlieren ist nicht dasselbe wie gut abzunehmen. Du verfolgst es schwarz auf weiss in der App.
  • Monatliche Video-Konsultation mit deiner Ärztin oder deinem Arzt: Ernährungs- und Lifestyle-Tipps, Umgang mit Nebenwirkungen und, falls nötig, Anpassung der Dosierung.
  • Einfacher, digitaler Zugang und laufende Begleitung über die App, in der du deinen Verlauf mitverfolgst.

Beim Medikament hast du die freie Apothekenwahl – das ist uns wichtig, und wir ermöglichen es. Wer es bequem gekühlt nach Hause geliefert haben möchte, zahlt je nach Apotheke unter Umständen etwas mehr, spart sich dafür aber den Weg. Die genauen Kosten hängen von der Behandlung und der gewählten Apotheke ab.

Der Wert liegt im Gesamtpaket: ein einfacher, digital geführter Zugang, die kontinuierliche ärztliche 1:1-Begleitung und Messungen, die deine Körperzusammensetzung sichtbar machen – nicht nur dein Gewicht. So ist die Behandlung von Anfang an darauf ausgelegt, sicher zu sein und gesunde, nachhaltige Resultate in den Mittelpunkt zu stellen.

Wie behältst du deine Muskeln?

Ein Teil des Gewichts, das man verliert, kann Muskelmasse sein – und Muskeln willst du behalten, für Kraft, Stoffwechsel und Gesundheit. Zwei Hebel sind gut belegt:

  • Genug Protein: Studien zeigen, dass eine Eiweisszufuhr von rund 1.1–1.6 g pro Kilogramm Körpergewicht die fettfreie Masse beim Abnehmen besser erhält. Praktisch: 20–40 g Protein pro Mahlzeit.
  • Krafttraining: Proteinreiche Ernährung allein reicht nicht – erst zusammen mit regelmässigem Krafttraining bleiben Muskeln erhalten.

Das ist auch der Grund, warum eine gute Behandlung nie «nur die Spritze» ist, sondern Ernährung und Bewegung mitdenkt.

Was passiert, wenn man absetzt?

Wird das Medikament abgesetzt, kehren Appetit und «Food Noise» oft zurück, und ein Teil des Gewichts kann sich wieder anlagern. Das ist keine Schwäche, sondern Biologie – Adipositas ist eine chronische Erkrankung.

Deshalb wird GLP-1 meist als längerfristige Behandlung gedacht, und der Übergang (falls man absetzt) gehört ärztlich begleitet, zusammen mit Ernährung, Bewegung und regelmässigen Kontrollen. Genau diese kontinuierliche Begleitung macht den Unterschied zwischen einem kurzen Effekt und einem stabilen Ergebnis.

Wie läuft eine GLP-1-Behandlung bei care ab?

Bei care beginnt nichts mit einem Medikament, sondern mit einer Frage: Ist das für dich überhaupt sinnvoll? Der Ablauf ist bewusst ärztlich getaktet:

  1. Gesundheitsfragebogen online (ca. 5–10 Min.) mit Eignungs-Check. Bist du nicht geeignet, kannst du auch erst mal einen Check-up buchen und es ohne Medikament versuchen.
  2. Blut- und Körperanalyse an einem Partnerstandort (ca. 20 Min.).
  3. Ärztliche Videokonsultation (45 Min.) mit deiner care Ärztin oder deinem care Arzt.
  4. Individueller Plan – Behandlung plus Begleitung zu Ernährung und Bewegung.
  5. Monatlicher Rhythmus: Verlaufskontrolle, Video-Nachgespräch, ärztliche Anpassung, App-Unterstützung – damit aus einem Start ein dauerhaftes Ergebnis wird.

Bist du geeignet? Finde es in ein paar Minuten heraus. Mach den unverbindlichen Eignungs-Check – er ordnet ein, ob sich für dich der nächste Schritt lohnt, und führt dich bei Eignung direkt zum ärztlichen Eignungs-Check. Kein Druck, keine Vorabkosten, ärztlich geprüft vom FMH-Team. → Eignung prüfen

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Fazit

GLP-1-Medikamente sind ein wirksames medizinisches Werkzeug bei Adipositas – mit echtem Nutzen, echten Risiken und klaren Schweizer Spielregeln. Sie ersetzen weder Ernährung und Bewegung noch die ärztliche Begleitung, und sie sind kein Schummeln. Es bleibt das, was wir am Anfang gesagt haben: Gewicht ist zu einem grossen Teil Biologie – und Biologie lässt sich begleiten. Der sinnvolle erste Schritt ist nicht «kaufen», sondern herauszufinden, ob dieser Weg zu dir passt.

Häufige Fragen

Sind GLP-1-Medikamente rezeptfrei erhältlich? Nein. In der Schweiz sind sie verschreibungspflichtig und werden nur nach ärztlicher Abklärung und Verordnung abgegeben.

Ist GLP-1 ein «Abnehm-Wunder»? Nein. Es ist ein wirksames Hilfsmittel, das Hunger und «Food Noise» dämpft. Den Unterschied machen Ernährung, Bewegung und ärztliche Begleitung – das Medikament macht den Weg leichter, nicht überflüssig.

Zahlt die Krankenkasse die Abnehmspritze? Über die Grundversicherung nur unter sehr strengen Bedingungen und über spezialisierte Endokrinologie-/Adipositas-Zentren (u. a. ab BMI 35 bzw. ab BMI 27 mit Begleiterkrankung, dokumentierte Lebensstil-Änderung). Das care Abnehmprogramm ist davon unabhängig und eine Selbstzahler-Leistung – es wird aktuell nicht von der Kasse übernommen.

Was kostet das care Programm? Beim Medikament hast du freie Apothekenwahl; eine bequeme gekühlte Lieferung nach Hause kann je nach Apotheke etwas mehr kosten. Dazu kommt das ärztlich geführte Gesamtprogramm: einfacher digitaler Zugang, App, monatliche Video-Konsultationen und Muskel-Fett-Messungen, die deine Körperzusammensetzung zeigen – nicht nur das Gewicht. Die genauen Kosten hängen von Behandlung und Apotheke ab. Das care Programm ist eine Selbstzahler-Leistung und wird aktuell nicht von der Krankenkasse übernommen.

Welche Nebenwirkungen sind häufig? Vor allem Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, die sich oft mit der Zeit bessern. Seltenere, ernstere Risiken bespricht die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt mit dir.

Nehme ich nach dem Absetzen wieder zu? Das kann passieren, weil Appetit und Stoffwechsel zurückkehren. Deshalb ist eine längerfristige, begleitete Strategie wichtig.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Gesundheitsaufklärung. Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine bestimmte Behandlung für dich geeignet ist, entscheidet sich in der ärztlichen Abklärung. Erwähnte verschreibungspflichtige Medikamente sind nur auf ärztliche Verordnung erhältlich. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

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Ion Haab

Co-Founder & CEO bei Zurich, Switzerland

Über den Autor

Ion ist CEO und Mitgründer von care, einem Tech-Unternehmen mit der Vision, das Gesundheitswesen durch Digitalisierung und einen stärkeren Fokus auf Prävention nachhaltig zu verändern – und Gesundheit für alle zugänglicher und verständlicher zu machen.